Aktualisierte Muster-Widerrufsbelehrungen des ZDH

Bei Verträgen mit Verbrauchern gelten besondere Regeln. Das Widerrufsrecht ist die in der Praxis wichtigste Besonderheit im Vergleich zu Verträgen mit Firmen und öffentlichen Auftraggebern. Das Widerrufsrecht erlaubt es Verbrauchern, einen Vertrag ohne Angabe von Gründen rückgängig zu machen. Dies sollten vor allem solche Handwerksbetriebe berücksichtigen, die mit Verbrauchern am Telefon, per E-Mail oder außerhalb ihrer Geschäftsräume Verträge schließen.

Daher empfiehlt der ZDH den Handwerksbetrieben, Verbrauchern zusammen mit einer Musterbelehrung auch das vom ZDH zur Verfügung gestellte Muster-Widerrufsformular auszuhändigen. Sofern möglich, sollten Handwerksbetriebe die beauftragten Arbeiten erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist ausführen. Andernfalls muss der Verbraucher darüber informiert werden, dass er die bis zum Widerruf geleistete Arbeit zu vergüten hat.

Die Belehrung, das Muster-Widerrufsformular und die Vereinbarung von Wertersatz müssen formelle Anforderungen erfüllen. Der ZDH stellt solche Muster zur Verfügung und rät dringend davon ab, die Muster umzuformulieren oder zu verändern. In Zweifelsfällen bezüglich der gesetzlichen Bestimmungen sollte das Beratungsangebot der Kreishandwerkerschaft und ihrer Innungen in Anspruch genommen werden.

Der ZDH hat die Muster kürzlich erneut angepasst. Die Erforderlichkeit hierzu ergab sich aus dem praktischen Bedürfnis, verschiedene Vertragstypen sowie deren gesetzliche Anforderungen exakter abzubilden. Unter diesem Link des ZDH sind die auf verschiedene Vertragstypen zugeschnittenen Muster-Widerrufsformulare zu finden – wie auch eine Anleitung zur Unterscheidung des jeweiligen Vertragstyps.

Warnung vor Fake-E-Mails

Die Kreishandwerkerschaft Wittekindsland weist auf eine Warnung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hin. Die IHK warnt vor Fake-E-Mails, in denen ihre Mitgliedsunternehmen aufgefordert werden, einen „digitalen IHK-Schlüssel“ zu beantragen. Die E-Mails seien sogar mit dem aktuellen DIHK-Logo versehen.

Angeblich könnten mit dem Schlüssel „sicher die Dienstleistungen der Handelskammer genutzt werden“. Einen solchen „digitalen IHK-Schlüssel“ gibt es nicht, stellt die IHK klar. Falls bis zum angegebenen Stichtag kein Antrag gestellt werde, heißt es in den Fake-E-Mails, würde „die Gesellschaftsform als inaktiv“ gestellt und es bestehe kein „Anspruch mehr auf eine Eintragung bei der Handelskammer“. Die IHK rät unbedingt davon ab, der Aufforderung des Absenders zu folgen, die enthaltene Schaltfläche anzuklicken („um Ihre Identität zu bestätigen und Einblick in Ihren Fall zu erhalten“). Dann würde ein Formular geöffnet, in dem das Unternehmen seine Daten ausfüllen und absenden soll. Am besten ist es laut IHK, derartige E-Mails zu ignorieren, nichts anzuklicken und erst recht keine Daten zu übermitteln.

3.000 Euro steuerfreie Prämie bis 2024 möglich

Seit Oktober 2022 ist eine befristeten Auszahlung einer steuer- und sozialabgabenfreien Prämie zum Inflationsausgleich möglich. Demnach können Handwerksbetriebe ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Sonderzahlung in Höhe von maximal 3.000 Euro pro Beschäftigten finanziell unterstützen. Diese Prämie dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als steuerfreie Inflationsausgleichsprämie von ihrem Arbeitgeber erhalten – und zwar bis zum 31. Dezember 2024. Das heißt: Wer in 2022 bereits 3.000 Euro als Prämie erhalten hat, kann 2023 oder 2024 nicht nochmals eine steuerfreie Auszahlung bekommen.

Die Prämie muss als Inflationsausgleichsprämie gekennzeichnet sein, der Arbeitgeber muss das im Lohnkonto kennzeichnen. Dabei sind auch gestaffelte Zahlungen gestattet: Hat ein Arbeitgeber beispielsweise seiner Mitarbeiterin 2022 eine Prämie von 1.000 Euro gewährt, kann diese Mitarbeiterin noch bis 31. Dezember 2024 weitere Prämienzahlungen in Höhe von insgesamt 2.000 Euro erhalten. Aber hat der Arbeitgeber seiner Mitarbeiterin 2022 keine Prämienzahlung überwiesen, darf er bis 31. Dezember 2024 noch die vollen 3.000 Euro ausschöpfen. Ferner gilt: Wer zwei oder mehr Dienstverhältnisse bei jeweils anderen Arbeitgebern hat, darf die Prämienzahlung von bis zu 3.000 Euro für jedes Arbeitsverhältnis erhalten, auch innerhalb eines Kalenderjahres.

Geht die Prämienzahlung erst im Januar 2025 auf dem Konto der Mitarbeiterin ein, so greift die Steuerbefreiung nicht mehr. Die Folge: Die Prämie ist lohnsteuer- und sozialversicherungsbeitragspflichtig. Wird die Prämie als Sachzuwendung geleistet, sollte die Arbeitnehmerin den Zeitpunkt des Empfangs schriftlich bestätigen.

Quelle: VLH

(Quelle: VLH)

Termindruck bei Kfz-Zulassung zu erwarten

Von einem Zulassungsschub bei neuen Pkw im Dezember 2022 geht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) aus. Hauptgründe dafür sind insbesondere das Auslaufen des Umweltbonus für Plug-in-Hybride (PHEV) zum 31.12.2022 sowie die verringerte Förderung von rein elektrischen Fahrzeugen (BEV) vom 1.1.2023.

Alle heimischen Autohändler versuchen, vorher noch so viele Fahrzeuge wie möglich auszuliefern, heißt es seitens der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland. Daher ist es für die Händler und heimischen Kunden extrem wichtig, dass auch die Kfz-Zulassungsstellen in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke insbesondere zwischen Weihnachten und Neujahr geöffnet sind. Denn wer als Kunde noch eine Förderung auf Grundlage der bis zum 31.12.2022 geltenden Bedingungen beantragen will, kann das erst nach der Zulassung machen und muss dann auch noch in diesem Jahr den Online-Förderungsantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Anregungen für mehr Energieeffizienz im Handwerk

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen des Handwerks dabei, Ansätze für Energieeffizienzmaßnahmen und den sinnvollen Einsatz von erneuerbaren Energien im Betrieb zu finden. Diese Ansätze wurden in verschiedenen Instrumenten zusammengefasst, die unter https://www.energieeffizienz-handwerk.de/ zu finden sind.

Unter den Rubriken Broschüren, Flyer, Energiebuch, Poster, Gewerkesteckbriefe und Videos gibt es Anregungen zur Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen. Diese Instrumente können als „Energieberater“ ein hilfreiches Werkzeug in der Beratung sein und interessierten Betrieben einen ersten Überblick über die Möglichkeiten und den Aufwand von Energieeinsparmaßnahmen verschaffen. Um Handwerksbetriebe beispielsweise bei der Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz zu unterstützen, wurde das bundesweit einheitliche Energiebuch entwickelt. Hier können die wichtigsten betrieblichen Energiedaten planvoll erfasst, zentral gesammelt und einfach ausgewertet werden. Damit stehen alle energetisch relevanten Daten zukünftig „mit einem Griff“ zur Verfügung und können jederzeit unkompliziert als Entscheidungsbasis für künftiges Handeln genutzt werden.

Und mit den Gewerkesteckbriefen lassen sich auf einen kurzen Blick bereits die häufigsten Energieverbräuche in den einzelnen Gewerken ersehen – wie auch Ansätze, wie diese zu verringern sind. Ferner eigenen sich die Gewerkesteckbriefe als Einstieg für ein erstes Beratungsgespräch. Handwerksbetriebe können sich so einfach einen ersten Überblick über Maßnahmen zur Kosteneinsparung verschaffen.

Lkw-Maut: Handwerkerausnahme muss bleiben

Aktuell gilt in Deutschland bezüglich der LKW-Maut eine Ausnahmeregelung für Handwerkerfahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 t. Das muss auch künftig so bleiben, fordert der Zentralverband Deutschen Baugewerbe, anlässlich der heutigen Befassung des Verkehrsausschusses mit der Maut.

Auch wenn heute der Verkehrsausschuss des Bundestags in einem ersten Schritt nur über die Anpassung der Mauthöhe diskutiert, muss an die Notwendigkeit erinnert werden, die Handwerkerausnahme beizubehalten. Denn ab dem Jahr 2024 sollen nach dem Willen der Bundesregierung Fahrzeuge ab 3,5 t grundsätzlich mautpflichtig werden.

Der Zentralverband erinnert in diesem Zusammenhang an den Koalitionsvertrag, in dem vereinbart ist, dass lediglich Fahrzeuge des gewerblichen Güterkraftverkehrs ab 3,5 t in die Maut einbezogen werden sollen. Für Handwerkerfahrzeuge, die ihr Material zur Baustelle transportieren, um es dort selbst zu verbauen, muss auch künftig die Handwerkerausnahme gelten. Alles andere wäre eine unverhältnismäßige Mehrbelastung für die Bauwirtschaft.

1. Handwerkertag beim HEV

Nach dem großen Erfolg der Sportler- und Studententage im Rahmen der bisherigen Saison des Herforder Eishockey Vereins (HEV), findet am Freitag, 11.11.2022 (Anpfiff: 20.30 Uhr) der 1. Handwerkertag des HEV in der IMOS Eishalle Im Kleinen Felde in Herford statt. Eingeladen sind alle Handwerksbetriebe, die sich vorab per Mail unter Angabe der Namen aller Teilnehmer registriert haben. Zu genießen gibt es einen spannenden Eishockeyabend als Abschluss einer Arbeitswoche mit Kollegen und Kolleginnen zur besten Eishockey-Primetime bei freiem Eintritt. Der Veranstalter freut sich auf viele Handwerker in Arbeitskleidung, die dadurch ebenfalls Teamgeist zum Ausdruck bringen – als Ergänzung zu den Teams auf dem Eis.

Wer möchte, kann vorab bereits Getränke- und Speisenmarken für alle anzumeldenden Mitarbiterinnen und Mitarbeitern erwerben (die für die gesamte Saison ihre Gültigkeit behalten) und auf diese Weise seinen Mitarbeitern neben zusätzlicher Wertschätzung einen angenehmen Abend ermöglichen. Anmeldungen und Bestellungen von Verzehrmarken sind möglich per E-Mail an

Inflationsausgleichsprämie ermöglich Arbeitgebern steuerfreie Zahlungen

Die Inflationsrate in Deutschland hat im September 2022 den höchsten Stand der deutschen Nachkriegsgeschichte erreicht und ein Ende der Fahnenstange scheint vorerst nicht in Sicht. Lohnerhöhungen helfen nur bedingt, denn je nach Steuerklasse fließt ein erheblicher Teil des Lohns in Steuern und Sozialabgaben. Anders bei der aktuell von der Bundesregierung beschlossenen Inflationsausgleichsprämie. Diese können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern in Höhe von bis zu 3.000 Euro völlig steuer- und sozialversicherungsfrei gewähren und die finanzielle Belastung dadurch zumindest punktuell etwas abfedern. Für Arbeitnehmer bedeutet dies, dass sie die Inflationsausgleichsprämie brutto für netto vereinnahmen können. Auch für den Arbeitgeber selbst fallen keine Lohnnebenkosten an.

Begünstigt sind alle Bar- und Sachleistungen, die nach dem Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung und bis zum 31. Dezember 2024 gewährt werden. Analog zur Corona-Prämie können dabei die maximal 3.000 Euro in einem Betrag oder auch in mehreren Teilbeträgen gezahlt werden. Der Gesetzentwurf sieht keine Begrenzung auf das erste Dienstverhältnis oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen vor. „Damit kann die Inflationsausgleichsprämie auch an Arbeitnehmer in einem Zweitjob, an geringfügig beschäftigte Mini-Jobber, an Teilzeitbeschäftigte und auch an Gesellschafter-Geschäftsführer steuerfrei gezahlt werden“, erläutert Rechtsanwalt und Steuerberater Dietrich Loll. „Bei Zahlungen an nahe Angehörige und Gesellschafter-Geschäftsführer ist aber wie immer der Fremdvergleichsgrundsatz zu beachten und daher besondere Sorgfalt geboten.“

Voraussetzung für die Steuerbegünstigung ist, dass die Zahlungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Leistung nicht auf den Anspruch auf Arbeitslohn angerechnet, der Anspruch auf Arbeitslohn nicht zugunsten der Leistung herabgesetzt, die verwendungs- oder zweckgebundene Leistung nicht anstelle einer bereits vereinbarten künftigen Erhöhung des Arbeitslohns gewährt und bei Wegfall der Leistung der Arbeitslohn nicht erhöht wird.

Wenn die Zusätzlichkeitskriterien verletzt werden, sind die Zahlungen der Lohnsteuer zu unterwerfen und anfallende Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten. „Das kann Arbeitgeber finanziell stark belasten, da Verstöße meist erst nach Monaten bemerkt werden und Arbeitgeber dann den Arbeitnehmeranteil nicht mehr vom Arbeitnehmer nachfordern können, sondern die kompletten Sozialversicherungsbeiträge allein zu tragen haben“ warnt Dietrich Loll.

Löcher in Transporter durch mutmaßlichen Beschuss?

Ist auf den Transporter von Zimmerer- und Dachdeckermeister Marco Seemann geschossen worden? Für den Inhaber der Engeraner Firma „Holzbau
Seemann“ ist dies die einzige schlüssige Erklärung dafür, warum in der Scheibe der Fahrertür ein dickes Loch klafft. Und auch im Blech der seitlichen Schiebetür seines Fahrzeugs – ebenfalls auf der Fahrerseite – ist ein Loch zu finden, dass auf ein durchschlagendes Geschoss schließen lässt.

Am Dienstag gegen 17 Uhr hatte Seemann einen Anruf von einem Mitarbeiter bekommen, der von den Beschädigungen am Fahrzeug berichtete. Der Transporter stand an einer Baustelle an der Papendiekstraße in Bünde. Dort saniert Seemanns Firma das Dach eines Privathauses. Entsprechend hat der Transporter an der Baustelle geparkt. Da es sich aus Sicht des Mitarbeiters wie auch von Marco Seemann um Einschusslöcher handeln könnte, wurde die Polizei verständigt. Diese konnte zwar keine Projektile finden, ging der Sache aber sofort weiter nach und befragte erreichbare Nachbarn. Als Tatzeit wurde 10 bis 17 Uhr protokolliert.

Seemann kann sich als Motiv vorstellen, dass ein mutmaßlicher Täter aus Verärgerung über das Parken des Transporters mit irgendwas geschossen hat. Dass Menschen aus solchen Gründen bereit sind, auf diese Weise tätlich zu werden, schockiert den Handwerksmeister. Wie er, haben sich auch andere Handwerker schon Anfeindungen gefallen lassen müssen, weil ihre Transporter ungünstig geparkt waren. Aber Arbeitsgeräte und Material müssen an Baustellen gebracht und tagsüber in den Fahrzeugen bereit gehalten werden – auch wenn in den Straßenbereichen mancher Baustellen dafür keine geeigneten Parkflächen zur Verfügung stehen…

Kurzarbeitergeld bis Jahresende auch für Leiharbeit möglich

Die Bundesregierung hat den vereinfachten Zugang zur Kurzarbeit bis Ende des Jahres beschlossen und nun zusätzlich festgelegt, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeiternehmer ab dem 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ebenso unterstützt werden können. Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit hin.

Laut BA gilt: Bis zum 31. Dezember 2022 ist es weiterhin ausreichend, wenn in Betrieben mindestens zehn Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mehr als zehn Prozent der Arbeitszeit haben. Zudem wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet. Diese Zugangserleichterungen umfassen auch Betriebe, die ab dem 1. Oktober 2022 neu oder nach einer mindestens dreimonatigen Unterbrechung erneut Kurzarbeit anzeigen müssen. Unverändert bleibt: Die Sozialversicherungsbeiträge werden für die ausgefallenen Arbeitsstunden bis maximal Juli 2023 zur Hälfte nur dann erstattet, wenn die Kurzarbeit mit einer beruflichen Weiterbildung verbunden wird, die bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld bis Ende 2022 verlängert

Die Bundesregierung hat die Verlängerung der Zugangserleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld bis Ende des Jahres beschlossen. Bis zum 31. Dezember 2022 ist es weiterhin ausreichend, wenn in Betrieben mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mehr als 10 Prozent haben. Zudem wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet. Diese Zugangserleichterungen umfassen auch Betriebe, die ab dem 1. Oktober 2022 neu oder nach einer mindestens dreimonatigen Unterbrechung erneut Kurzarbeit anzeigen müssen.

Unverändert bleibt: Die Sozialversicherungsbeiträge werden für die ausgefallenen Arbeitsstunden bis maximal Juli 2023 zur Hälfte erstattet, wenn die Kurzarbeit mit einer beruflichen Weiterbildung verbunden wird, die bestimme Voraussetzungen erfüllt. Die wichtigsten Informationen zum Kurzarbeitergeld und zur Qualifizierung während Kurzarbeit sind auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit zusammengestellt:
Corona-Virus: Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld
Förderung von Weiterbildung

Kfz-Gewerbe: Energiekosten fressen Margen auf

Gezielte Unterstützung der Kfz-Betriebe beim Abfedern der Energiepreisexplosion hat der Vorstand des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) gefordert. „Die horrenden Energiepreise fressen die ohnehin schmalen Margen der Kfz-Betriebe auf“, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Im 65 Milliarden Euro umfassenden Maßnahmenpaket III der Bundesregierung fehlen klar definierte Hilfen für die mittelständische Wirtschaft. Unsere 37.000 Autohäuser und Werkstätten mit ihren 435.000 Mitarbeitenden sind das Herz des Mittelstands, denn ohne uns ist die individuelle Mobilität in unserem Land nicht aufrecht zu erhalten.“

Aktuell haben die Autohäuser mit massiven Rückgängen beim Neufahrzeugverkauf und im Gebrauchtwagengeschäft zu kämpfen, weil es an lieferbaren Fahrzeugen fehlt. Nach Ansicht des ZDK-Vorstands leitet die Energiekrise den nächsten Rückschlag ein. „Viele Betriebe stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand“, zeigt sich Präsident Karpinski besorgt. „Wir bekommen Schreiben von Betriebsinhabern, die um ihre Existenz fürchten und damit um die Arbeitsplätze vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Im Sinne der Kundenzufriedenheit sei es das Ziel der Betriebe, jetzt in der wichtigen Herbst-Saison mit traditionell hoher Kundenfrequenz die gewohnte Dienstleistungsqualität von Montag bis Samstag und im Notfall sogar rund um die Uhr aufrecht zu halten. „Wir laufen allerdings Gefahr, dies aufgrund der Kostenexplosion im Energiesektor auf’s Spiel zu setzen. Denn wer gerade in Herbst und Winter Energie sparen muss, kommt an einschränkenden Maßnahmen wohl kaum vorbei“, so Karpinski. „Die Regierung muss sich fragen lassen, ob für eine systemrelevante Branche nicht gezielte und massive Unterstützungsmaßnahmen notwendig sind, um die Verkehrssicherheit sowie die für unsere Volkswirtschaft unverzichtbare Mobilität mit Pkw und Lkw in gewohnter Weise zu gewährleisten.“

Die Leidtragenden seien am Ende die vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ohne ihr Auto nicht auskommen könnten, und insbesondere auch die gewerblichen Kunden, die auf betriebsbereite Fahrzeugflotten angewiesen seien. „Wir brauchen für unsere Betriebe dringend Entlastung bei den Energiekosten“, fordert Karpinski. „Der Mittelstand trägt dieses Land entscheidend mit, und dafür muss er in solch einer Krise gestärkt werden.“

ZDH-Umfrage zu den Auswirkungen der aktuellen Krisensituation

Die andauernde geopolitische Krisensituation belastet auch die geschäftliche Situation vieler Handwerksbetriebe durch hohe Energiekosten und Lieferengpässe weiterhin und zunehmend. Um die betrieblichen Belastungen und Herausforderungen besser einschätzen zu können, führt der ZDH gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks eine Umfrage durch. Die hier gewonnenen Ergebnisse sollen den Gremien bei der politischen Arbeit auf Bundes- und Landesebene helfen. Hier geht’s zur Umfrage…

Duale Berufsausbildung: Handwerk etwas besser

Die Zahl neuer Ausbildungsverträge ist im Jahr 2021 auf einem historisch niedrigen Niveau geblieben: Insgesamt wurden 466.200 neue Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war die Zahl der Neuverträge damit zwar um 0,6 % höher als im ersten Corona-Jahr 2020. Sie blieb jedoch noch immer 9 % hinter dem Ergebnis des Vorkrisenjahres 2019 zurück, als mehr als 500 000 Neuverträge verzeichnet worden waren. Insgesamt befanden sich Ende 2021 deutschlandweit 1.255.400 Personen in einer dualen Berufsausbildung. Das waren 3 % weniger als ein Jahr zuvor.

Damit setzte sich der durch die Corona-Pandemie verstärkte Trend langfristig sinkender Auszubildenden-Zahlen fort. Seit dem Jahresende 2011, als sich 1.460.700 Personen in der dualen Berufsausbildung befanden, sank die Azubi-Zahl bis Ende 2021 um 14 %. Dies lässt sich nur teilweise mit dem Rückgang der Zahl junger Menschen zwischen 15 und 24 Jahren zu erklären, die im selben Zeitraum lediglich um 6 % auf 7,4 Millionen sank. Die Handwerksberufe, in denen die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Corona-Jahr 2020 vergleichsweise schwach zurückgegangen war, verzeichneten im Jahr 2021 ein Plus von 1.400 oder 1 % mehr Neuverträgen.

Die Rangfolge der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe veränderte sich 2021 nicht: Wie im Vorjahr waren die meisten Neuabschlüsse im Beruf Kaufmann/-frau im Einzelhandel (24.300) zu verzeichnen, gefolgt von den Kaufleuten für Büromanagement (22.900), Verkäufer/-innen (20.100), Kraftfahrzeugmechatroniker/-innen (19.900) und Medizinischen Fachangestellten (17.400). Auch 2021 entfiel gut ein Fünftel (22 %) aller Neuverträge auf diese fünf Ausbildungen. Betrachtet man die am stärksten besetzten Berufe nach Geschlecht, waren es bei Frauen sogar knapp 40 %. Bei Männern verteilten sich die Neuabschlüsse auf weitaus mehr Berufe, nur 24 % begannen eine Ausbildung in einem der fünf am stärksten besetzten Berufe.

Gasumlage erfolgt nur auf Verbrauch von Erdgas

Die gestern bekannt gegebenen Gasumlage führt zu Irritationen. Daher weist die Kreishandwerkerschaft Wittekindsland darauf hin, das die Gasumlage nur für Erdgas gilt – und somit nicht für Flüssiggas (LPG). Betriebe die derzeit abseits des Erdgasnetzes mit Flüssiggas (LPG) heizen, sind somit nicht von der Gasumlage betroffen.

Die Versorgung Deutschlands mit Flüssiggas (LPG) ist international diversifiziert und dadurch dauerhaft sicher, ist vom Deutschen Verband Flüssiggas e.V. (DVFG) zu erfahren. Wichtigste Quelle für die Flüssiggasversorgung seien deutsche Raffinerien. Bei den Importen kommen mehr als 90 Prozent der Lieferungen aus EU-Ländern, vorwiegend aus den Niederlanden und Belgien. Auch Skandinavien und die USA sind weitere wichtige Lieferanten. Importe aus Russland spielen keine Rolle.

Flüssiggas (LPG)-Endverbraucher werden von ihrem Versorgungsunternehmen per Tankwagen beliefert. Sie sind nicht auf Leitungsnetze angewiesen und damit unabhängig von Erdgas und Fernwärme. Aufgrund dieser Leitungsunabhängigkeit ist Flüssiggas (LPG) eine beliebte Heizenergie von Ein- und Mehrfamilienhäusern, Gewerbe und Landwirtschaft insbesondere im ländlichen Raum.

Flüssiggas (LPG) – nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas (LNG, Methan) – besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und schadstoffarm. Die erneuerbaren Varianten sind als biogenes Flüssiggas und als Dimethylether (rDME) verfügbar. Flüssiggas wird für Heiz- und Kühlzwecke wie auch als Kraftstoff (Autogas) eingesetzt.

Checkliste zum Ausbildungsstart

Mehrere Hundert junge Leute starten im Wittekindsland in den nächsten Wochen in ihre Ausbildung. Mit dem Übergang von der Schule in ein Ausbildungsverhältnis beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Damit der Start in den Traumberuf von Anfang an ein Erfolg wird, sind Information und Aufklärung über Arbeitsschutz wichtig – gerade in der Bauwirtschaft. Um besonders kleine und mittelständische Unternehmen des Baugewerbes zu unterstützen, bietet die BG BAU eine überarbeitete Checkliste für die Einstellung von Auszubildenden an, die aus Sicht der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland für alle Gewerke interessant ist.

Der Kurzcheck „So starten Ihre Auszubildenden erfolgreich!“ enthält neben allgemeinen Ratschlägen wie „Informieren Sie schriftlich und mündlich über betriebliche Regeln“ oder „Benennen Sie für die Zeit der Ausbildung eine Mentorin oder einen Mentor“, auch konkrete Hinweise zum Arbeitsschutz. Dazu gehören: „Führen Sie eine Erstunterweisung, unter anderem zu Erste Hilfe und den Rettungswegen, durch“, „Bieten Sie die arbeitsmedizinische Erstuntersuchung an“ und „Übergeben Sie die persönliche Schutzausrüstung und unterweisen Sie die Auszubildenden“. „Gerade beim letzten Punkt ist es wichtig, den Jugendlichen von Anfang an mitzugeben, auf welche Details es bei der Schutzausrüstung ankommt: Ob Schutzhelm, S3-Sicherheitsschuhe, Auffanggurt, Schutzbrille, Gehörschutz oder Schutzhandschuhe – sie alle sind nicht nur sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit `wir vom Bau´, sie sind Lebensretter und es kommt darauf an, sie richtig zu verwenden“, sagt Frank Werner von der BG BAU.

Generell gilt in Deutschland: Wer bei einem Unternehmen beschäftigt ist, steht automatisch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dazu brauchen Auszubildende wie auch Beschäftigte weder einen Versicherungsvertrag abzuschließen noch müssen sie namentlich bei der Versicherung angegeben werden. Und Arbeitsschutz gilt für alle Mitarbeitenden gleichermaßen. Einzige Besonderheit bei den Azubis ist der Jugendschutz, dessen zusätzliche Regeln zu beachten sind. Denn manche der neuen Kolleginnen und Kollegen sind noch nicht 18 Jahre alt, wenn sie ihre Ausbildung beginnen.

Nach wie vor hohe Baumaterialpreise

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Juni 2022 um 32,7 Prozent über dem Niveau von Juni 2021. Bei vielen Baumaterialien fällt der Preisanstieg sogar noch deutlich höher aus als der Durchschnitt. Die Bauunternehmen sind insbesondere von den Preissteigerungen bei Stahlprodukten betroffen: Der Preis für Betonstahl lag im Juni um 53,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Da fällt auch der jüngste Rückgang von Mai auf Juni um 2,8 Prozent kaum ins Gewicht.

Laut dem Hauptverband der Bauindustrie machen die steigenden Kosten den Bauunternehmen nach wie vor sehr zu schaffen. Zum einen müssen langlaufende Projekte, die mit deutlich niedrigeren Preisen kalkuliert wurden, zu höheren Kosten abgearbeitet werden. Und zum anderen erschweren die hohen Baumaterialpreise und auch insbesondere deren Volatilität die Kalkulation neuer Projekte. Hinzu kommt, dass der vereinzelte Materialmangel die Bautätigkeit behindert. Hiervon ist immer noch ein Großteil der Bauunternehmen betroffen. Der Anteil ist dem ifo Konjunkturtest  zufolge zwar von Mai mit ehemals 52 auf 44 Prozent im Juni gesunken, die Betroffenheit ist damit aber immer noch hoch und je nach Gewerk auch unterschiedlich. Am schlimmsten trifft es – mit einem Anteil von jeweils 48 Prozent – die Unternehmen des gewerblichen Hochbaus sowie des Wohnungsbaus.

Neben den hohen Stahlpreisen belasten auch die hohen und weiter steigenden Energie- und Mineralölpreise die Branche. Insbesondere Dieselkraftstoff schlägt hier zu Buche, schließlich entfällt hierauf die Hälfte des Energieverbrauchs im Baugewerbe. Und der Preis für Diesel ist binnen Jahresfrist um 52,4 Prozent gestiegen.

Neue Pflichten für Arbeitgeber vom 1. August 2022 an

Die Europäische Union (EU) hat eine neue Richtlinie erlassen, die Arbeitgeber dazu verpflichtet, den Arbeitsvertrag detailliert und verständlich zu
formulieren. Deutschland war verpflichtet, die Regelungen bis zum 1. August 2022 in deutsches Recht umzusetzen. Gerade noch rechtzeitig hat der Bundestag am 23. Juni den Gesetzentwurf verabschiedet, so dass das Gesetz am 1. August 2022 in Kraft treten kann, wenn der Bundesrat zustimmt. Es bringt zahlreiche arbeitsrechtliche Änderungen im Nachweisgesetz und anderen Gesetzen mit sich, die von großer Bedeutung für die Praxis sind.

So müssen künftig zusätzliche Punkte schriftlich dokumentiert werden – wie beispielsweise eine freie Wahl des Arbeitsorts durch den Arbeitnehmer, wenn dieser nach dem Arbeitsvertrag den Arbeitsort frei wählen darf oder die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der Vergütung von Überstunden, der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts, die jeweils getrennt anzugeben sind und einige Punkte mehr. Die neuen Pflichten gelten bei Neueinstellungen ab dem 1. August 2022. Im Gegensatz zur früheren Regelung muss aber bereits am ersten Arbeitstag dem Arbeitnehmer die Niederschrift mit den Informationen über den Namen und die Anschrift der Vertragsparteien, das Arbeitsentgelt und seine Zusammensetzung sowie über die Arbeitszeit vorliegen. Die weiteren Nachweise müssen spätestens in sieben Kalendertagen nachgereicht werden. Auch für die übrigen Arbeitnehmenden enthält der Gesetzesentwurf eine Informationspflicht.

Die im Gesetz vorgesehenen Neuregelungen sind aus Sciht der Handwerkerorganisationen uind Kreishandwerkerschaften in vielerlei Hinsicht kaum nachvollziehbar. Am erstaunlichsten aber ist, dass es dabei bleibt, dass die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich niederzulegen sind. Die elektronische Form bleibt gemäß § 2 Abs. 1 Satz 3 NachweisG ausgeschlossen. Dies verwundert laut Kreishandwerkerschaft vor allem deshalb, weil Art. 3 der Arbeitsbedingungenrichtlinie ausdrücklich die elektronische Form zulässt. Es ist laut der Experten nicht zu verstehen, dass der deutsche Gesetzgeber diese Möglichkeit im digitalen Zeitalter nicht aufgegriffen hat.

Höhere Preise am Bau bringen keinen höheren Ertrag

Der Preis für den Neubau von Wohngebäuden ist im Mai auf ein neues Allzeithoch geklettert: Das Statistische Bundesamt meldete eine Zunahme von 17,6 Prozent im Vergleich zum Mai 2021. Solche Preissteigerungen beim Wohnungsneubau hatte es zuletzt 1970 gegeben.

„Für die Bauunternehmen bedeuten steigende Preise aber keinesfalls eine Ertragssteigerung. Im Gegenteil: die Baupreissteigerung ist ein Ergebnis explodierender Baumaterialpreise, auf denen die Unternehmen entweder sitzen bleiben, oder sich das Risiko erhöht, dass Investoren vor neuen Projekten zurückschrecken“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichten Baupreisindizes. „Schließlich hat der Erzeugerpreisindex für Stahl im Mai binnen Jahresfrist – je nach Sorte – um bis zu 94 Prozent, Bauholz um 34 Prozent und Dämmwolle um 20 Prozent zugelegt.

Hinzu kommt, dass Lieferanten kaum noch Preiszusagen machen. Für die Bauunternehmen ist eine Angebotsabgabe daher zurzeit mit erheblichen Risiken verbunden. Sie wissen schlicht nicht, ob ihre ursprüngliche Kalkulation bei Baubeginn noch Bestand hat, oder ob sie auf den gestiegenen Kosten sitzen bleiben. Um die Risiken angemessen zu verteilen, empfiehlt es sich, eine Stoffpreisgleitung zu vereinbaren“, rät Müller den Vertragsparteien.

Erlasse zu Preisgleitklauseln gelten nun bis Jahresende

Vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs hatten Bundesbauministerin Klara Geywitz und Bundesverkehrsminister Volker Wissing Ende März 2022 Erlasse veröffentlicht, mit denen Lieferengpässe und Stoffpreisänderungen für den gesamten Bundesbau einheitlich geregelt werden sollen. Die Erlasse sind nun bis zum 31. Dezember 2022 verlängert und um wichtige Punkte ergänzt worden. Bauunternehmen können so die steigenden Kosten für bestimmte Baustoffe, wie Stahl, Zement oder Bitumen, gegenüber der öffentlichen Hand weiter geltend machen.

„Engpässe bei Baustoffen und exorbitante Preissprünge bestimmen nach wie vor das Baugeschehen. Angesichts dieser schwierigen Ausgangslage begrüßen wir die Verlängerung ausdrücklich“, so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. „Viele Bauunternehmen konnten nur durch die Regelungen überhaupt ihre Angebote abgeben. Insbesondere für viele Straßenbaubetriebe waren die Erlasse ein Rettungsanker.“

Neu ist, dass innerhalb einer Auftragssumme bereits 0,5 Prozent des jeweiligen Baustoffs ausreichen, damit die Klauseln greifen. Bislang musste der Anteil mindestens 1 Prozent ausmachen, um Mehrkosten erstattet zu bekommen. Auch die Einführung eines neuen Formblatts für die Ermittlung des Basiswerts wird eine große Hilfe sein. Mit den neuen Regelungen werden voraussichtlich mehr Unternehmen von der Preisgleitung profitieren als bisher.

Urkunde der Handwerkskammer ehrt Karl Kühn als Ehrenkreishandwerksmeister

Im Rahmen der jüngsten Vorstandssitzung der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland haben Handwerkskammerpräsident Peter Eul und Kreishandwerksmeister Ulrich Birkemeyer dem vorherigen Amtsinhaber Karl Kühn einen Ehrenkreishandwerksmeister-Brief der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe überreicht. Sie würdigte damit die besonderen Verdienste und das jahrezehntelange Engagement des Maler- und Lackierermeister aus Lübbecke für alle Gewerke des heimischen Handwerks.

Nachdem er seine Meisterprüfung 1975 in Bielefeld abgelegt und 1981 den väterlichen Betrieb übernommen hatte, stellte sich Karl Kühn 1983 fürs erste handwerkliche Ehrenamt zur Wahl zum Lehrlingswart der Maler- und Lackierer-Innung. Dieses Amt füllte er bis November 2015 aus und kann sich darüber freuen, dass Sohn Simon in seine Fußstapfen trat und seither als Lehrlingswart fungiert.

Für das Thema Ausbildung hat sich Karl Kühn immer besonders Zeit genommen – so von 1986 an als Vorsitzender der Lehrgemeinschaft Lübbecker
Handwerksinnungen und von 1990 an auch als stellvertretender Kreislehrlingswart. 2001 wurde Karl Kühn zum alternierenden Vorsitzenden des Berufsbildungs-Ausschusses bei der Handwerkskammer gewählt und war als dieser bis 2018 tätig.

Ebenfalls 2001 wurde er Vorsitzender der Minden-Lübbecker Handwerksinnungen. Zu dem Zeitpunkt war er bereits stellvertretender Kreishandwerksmeister – erstmals dazu gewählt 1994. Erstmals zum Kreishandwerksmeister gewählt wurde Karl Kühn im Jahr 2002 und bis 2019 immer wieder im Amt bestätigt, das er dann aber altersbedingt abzugeben hatte. Zuvor konnte er aber noch den heutigen Kreishandwerksmeister Ulrich Birkemeyer davon überzeugen, das wichtige Ehrenamt zu übernehmen. Damals war Karl Kühn von der Delegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland zum Ehrenkreishandwerksmeister gewählt worden.

Nunmehr konnte Karl Kühn – nach den verschiedenen einschränkenden Corona-Verhaltensregeln – den Ehrenkreishandwerksmeister-Brief der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe entgegennehmen. Denn auch in Gremien der Handwerkskammer wirkte der Geehrte aktiv mit: Von 1999 bis 2014 war Karl Kühn Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer und gehörte von 2004 bis 2014 zudem zum Vorstand der für die Region Ostwestfallen-Lippe zuständigen Handwerksorganisation.

Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ gestartet

Ob familiengeführter Handwerksbetrieb, traditionsreicher Großkonzern oder aufstrebendes Startup – ab sofort können sich innovative Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen für den Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ unter www.nrw-wirtschaft-im-wandel.de bewerben. Gesucht werden engagierte Unternehmen, die Herausforderungen wie Digitalisierung oder Globalisierung mit neuen Lösungen begegnen und den wirtschaftlichen Transformationsprozess in NRW aktiv mitgestalten. Bewerbungen sind bis einshcließlich 30. Juni 2022 möglich.

Der Wettbewerb, der bereits zum fünften Mal stattfindet, wird von „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Rheinischen Post und dem General-Anzeiger Bonn unter Schirmherrschaft des Wirtschaftsministeriums Nordrhein-Westfalens durchgeführt. Die Auszeichnung wird in drei Kategorien ausgelobt: Konzerne und Mittelständler, Handwerk und kleine Unternehmen sowie Startups.

Eine hochkarätige Expertenjury mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft wählt unter allen Einreichungen neun Preisträger aus, die beispielhaft die Innovationskraft des Standorts NRW sichtbar machen. Zusätzlich wird der Sonderpreis „NRW-Wandler“ vergeben, der eine herausragende Persönlichkeit aus Nordrhein-Westfalen würdigt, die sich durch ihr besonderes unternehmerisches und soziales Wirken auszeichnet. Die Gewinner werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Herbst 2022 geehrt.

Viele Sturmschäden in Paderborn: Handwerk hilft

Die Unwetter der vergangenen Tage haben auch in der Paderborner Innenstadt zu verheerenden Schäden geführt. Vor allem die Beschädigungen an Gebäuden und an Fahrzeugen sind erheblich. Nach einer ersten Einschätzung der Lage werden aus handwerklicher Sicht werden vor allem Gerüste und Gerüstbauer benötigt. Die ersten Sicherungsmaßnahmen werden derzeit von dortigen Handwerksbetrieben koordiniert und erledigt. Für die erforderlichen Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen sind dann Gerüste unerlässlich. Daher bittet die Kreishandwerkerschaft Wittekindsland ihre Mitgliedsunternehmen, den Paderbornern Handwerksbetrieben Hilfestellung zu geben, sofern möglich. Wer Unterstützungsleistungen anbieten möchte, kann hierfür die Hotline bzw. Tel. 05251/700-140 nutzen.

Bäckerhandwerk überreicht Brotkorb an Bundeskanzler Scholz

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ wurde gestern (18. Mai) der Tag des Deutschen Brotes gefeiert. Bäcker machen auf die Bedeutung des Kulturguts Brot und ihr Handwerk aufmerksam. Im Namen aller Innungsbäcker überreichte Michael Wippler, Präsident vom Zentralverband, Bundeskanzler Olaf Scholz einen Brotkorb und sprach mit ihm über die aktuelle Situation des Bäckerhandwerks.

Bereits zum zehnten Mal feiern die Deutschen Innungsbäcker den Tag des Deutschen Brotes – sowohl in den Bäckereien und in den sozialen Medien als auch mit großen und vielfältigen Aktionen: So verteilte bereits am Morgen in Berlin das Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. mit Mitgliedern der Bäckernationalmannschaft Brote an Passanten. „Zum Tag des Deutschen Brotes möchten wir das Bewusstsein der Verbraucher für unser Handwerk und das Kulturgut Brot stärken“, so Präsident Michael Wippler. „Mit unseren rund 3.000 Brotspezialitäten sind wir ein wichtiger Baustein der Nahversorgung und schaffen mit handwerklich hergestellten Kreationen jeden Tag aufs Neue abwechslungsreiche Brotmomente.“

Doch nicht nur die Passanten freuten sich über den überraschenden Start in den Tag: Auch Bundeskanzler Olaf Scholz erhielt anlässlich des Tags des Deutschen Brotes einen Brotkorb der Innungsbäcker, den Präsident Wippler und Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider überreichten. Dabei machte sich der Bundeskanzler ein Bild vom Bäckerhandwerk vor Ort. In der Berliner Bäckerei Johann Mayer sprach der Regierungschef im Anschluss über die aktuelle Lage im Bäckerhandwerk. Vor allem die rasant gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, aber auch mögliche Engpässe bei der Gasversorgung machen den Bäckereibetrieben derzeit Sorgen. Olaf Scholz sicherte zu, die Belange des Bäckerhandwerks zu berücksichtigen: „Die deutsche Brotkultur ist weltweit einmalig. Aufgrund der dezentralen Struktur haben die Betriebe des Bäckerhandwerks eine große Bedeutung bei der Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln und müssen daher unterstützt werden.“

Ukraine-Krieg belastet Baukonjunktur

„Die Bauunternehmen sind bei guter Auftragslage und günstigen Witterungsbedingungen dynamisch in das Baujahr 2022 gestartet. Das zeigen die Daten des Statistischen Bundesamtes zur Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe zum Februar 2022. Demnach lag der Umsatz in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten per Februar bei 11,1 Mrd. Euro. Das waren 23,5% mehr als vor einem Jahr. Dabei ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass wir im Vorjahr eine niedrige Basis hatten, da es infolge der Absenkung der Mehrwertsteuer zu Vorzieheffekten in 2020, gerade im Wohnungsbau, gekommen war“, berichtet Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

„Auch der solide Orderzugang per Februar mit +9% signalisiert einen gelungenen Start in das Jahr. Allerdings bilden die Februardaten nicht die aktuelle die Situation nach der Aggression Russlands gegen die Ukraine Ende Februar ab. Die Sanktionen gegen Russland und ausbleibende Importe aus der Ukraine haben zu neuerlichen Problemen bei der Verfügbarkeit und erheblichen Preiserhöhungen von Baustoffen geführt. So berichten nach unserer aktuell laufenden Konjunkturumfrage 80% der Unternehmen über Lieferschwierigkeiten bei Material.

Das betrifft insbesondere Stahl- und erdölbasierte Produkte wie Bitumen, Kunst- und Dämmstoffe. Gerade hier verzeichnen wir erhebliche Preiserhöhungen, die die Unternehmen auch versuchen müssen, an die Kunden weiter zu geben. Bei laufenden Verträgen ist das problematisch. Und bei neuen Verträgen geben das die Budgets der Kunden nicht immer her. So kommen angebahnte Verträge jetzt häufig nicht mehr zum Abschluss und zur Umsetzung. Weniger als ein Viertel unserer Bauunternehmen erwarten in 2022 noch höhere Umsätze, gut 40% hingegen niedriger Umsätze als in 2021. Uns steht ein schwieriges Jahr bevor“, so Pakleppa weiter.

„Das gilt insbesondere für den Wirtschaftsbau und den öffentlichen Bau. Aber auch der Wohnungsbau, bisher Impulsgeber der Bauwirtschaft, verliert an Schwung. Das abrupte Förder-Aus bei der KfW-Förderung bringt Bauherren in Schwierigkeit, ihre Finanzierungen darzustellen. Unsere Unternehmer berichten schon seit dem 1. Förderstopp im Januar über eine nachlassende Beauftragung. Es muss jetzt politisch alles getan werden, damit die Rahmenbedingungen besser und das Bauen günstiger und einfacher werden“, betont der Hauptgeschäftsführer abschließend.

Geschäftsstelle und HBZ in Lübbecke am 4. Mai kurzfristig geschlossen

Die Geschäftsstelle Lübbecke der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland und das angeschlossene Handwerksbildungszentrum werden kurzfristig am
Mittwoch, 4. Mai 2022, ganztägig geschlossen. Grund dafür ist eine unvorhersehbare Versorgungsunterbrechung im Leitungssystem. Dies bedeutet auch, dass alle Auszubildenden, die derzeit an einer überbetrieblichen Ausbildung im HBZ Lübbecke teilnehmen, am morgigen Mittwoch ihre Ausbildungsbetriebe aufsuchen sollen. In der Kreishandwerkerschaft wird davon ausgegangen, dass vom 5. Mai an wieder der bewährte Geschäftsbetrieb aufgenommen werden kann.

Corona-Virus weiterhin ein Gesundheitsrisiko

Auch wenn die allgemeine Maskenpflicht nicht mehr gilt – das Corona-Virus bleibt ansteckend und ein Gesundheitsrisiko: Wer an Covid-19 erkrankt, leidet oft noch Monate später unter Symptomen wie Erschöpfung, Gedächtnisstörungen und Atemnot.

Bis zum 1. April 2022 haben sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) bundesweit mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Viele von ihnen sind noch Monate später ständig erschöpft, leiden unter Atemnot, sind vergesslich und können sich nur schlecht konzentrieren. Sie leiden unter dem, was manche Expertinnen und Experten schon als „neue Volkskrankheit“ bezeichnen: Long- oder Post-Covid.

Darunter verstehen Medizinerinnen und Mediziner einen anhaltenden Symptomkomplex bis zu drei Monate nach der Akuterkrankung mit Covid-19. „Gehen die Beschwerden über diese Zeit hinaus, spricht man vom Post-Covid-Syndrom“, erklärt Dr. Kai Wohlfarth. Er ist Direktor der Kliniken für Neurologie, Frührehabilitation und Stroke Unit der BG Klinik Bergmannstrost in Halle (Saale) und Teil der Arbeitsgruppe Neurotraumatologie der BG Kliniken.

Unter Post-Covid leiden nicht nur die Betroffenen selbst: Immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nach ihrer Covid-19-Infektion für längere Zeit nicht in den Arbeitsalltag zurückkehren. Dies bedeutet besonders in den Handwerksbetrieben weniger Planbarkeit und Mehrbelastungen für Kolleginnen und Kollegen, für Versicherer und letztlich die ganze Volkswirtschaft.

Informationsveranstaltung: „Fit für die Betriebsprüfung“

Nach wie vor sind in den Unternehmen die Themen „Betriebsprüfung“ und „Steuern“ nicht geliebt, aber von zentraler Bedeutung – spätestens wenn Mitarbeiter des Finanzamtes im Büro der Geschäftsführung stehen. Es gibt Wege, sich darauf vorzubereiten und damit umzugehen. Diese Wege – und die Besonderheiten in Zeiten der Corona-Pandemie – stellt die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld in der kostenfreien, nicht-öffentlichen  Informationsveranstaltung „Fit für die Betriebsprüfung“ vor. Dazu eingeladen sind auch alle Mitgliedsunternehmen der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland. Die Infoveranstaltung findet statt am Donnerstag, 12. Mai 2022, 19.00 Uhr bis ca. 20.45 Uhr in der „Alten Stallung“, Schloss Benkhausen, Schlossallee 1 (Neustadtstraße 40), 32339 Espelkamp.

Die beiden Betriebsprüfungsexperten Olaf Lohmeier, Finanzamt für Groß- und Konzernbetriebsprüfung Detmold, und Sascha Burde, Finanzamt Lübbecke, werden die Teilnehmenden gerne informieren und in der Diskussion mit alten Vorurteilen aufräumen, beispielsweise was die Kassenführung oder das Fahrtenbuch bei privater Nutzung des Geschäftswagens betrifft. Eine Anmeldung ist bis zum 10. Mai 2022 ausschließlich über den Link https://veranstaltungen.ostwestfalen.ihk.de/fitfuerdiebetriebspruefung möglich. Nach einer erfolgreichen Anmeldung gibt es als Bestätigung eine E-Mail mit einem QR Code für die Einlasskontrolle. Einlass ist ab 18:45 Uhr.

Viele Ausbildungsstellen unbesetzt, viele Bewerber noch ohne Zusage

Mit dem März 2022 ist die Hälfte des Berichtsjahres zum Ausbildungsmarkt verstrichen – die Agentur für Arbeit Herford kann erste Zahlen zur Entwicklung in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke veröffentlichen.

Zur Halbzeit des Berichtsjahres ist die Zahl der im Kreis Herford gemeldeten Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Die Betriebe und Verwaltungen meldeten von Oktober 2021 bis März 2022 insgesamt 1.442 freie Ausbildungsstellen, 52 oder 3,7 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 1.541 junge Menschen meldeten sich im gleichen Zeitraum auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im Wittekindkreis um 34 Personen oder 2,2 Prozent gesunken.

Rechnerisch treffen 107 Jugendliche auf 100 gemeldete Ausbildungsstellen – es bleibt im Kreisgebiet also weiterhin eine Lücke zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage (Vorjahr: 115 Bewerber auf 100 Stellen). Von den insgesamt 1.541 gemeldeten jungen Menschen haben aktuell 864 keine Zusage für einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Von den 1.442 Stellen waren im März noch 944 unbesetzt.

Zur Halbzeit des Berichtsjahres ist auch die Zahl der im Kreis Minden-Lübbecke gemeldeten Ausbildungsstellen. Die Betriebe und Verwaltungen meldeten im oben genannten Zeitraum insgesamt 1.973 Ausbildungsstellen und damit 36 oder 1,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 1.450 junge Menschen meldeten sich im gleichen Zeitraum auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im Mühlenkreis um 191 Personen oder 11,6 Prozent.

Rechnerisch treffen 74 Jugendliche auf 100 gemeldete Ausbildungsstellen – das Stellenangebot übersteigt somit die Zahl der Bewerber stark (Vorjahr: 85 Bewerber auf 100 Stellen). Von den insgesamt 1.450 gemeldeten jungen Menschen haben 806 der Bewerber noch keine Zusage für einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Von den 1.973 Stellen waren im März ebenfalls noch 1.1453 unbesetzt.

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