Hendrik Drees als Bundessieger ausgezeichnet

Preußisch Oldendorf. Seit Jahren schon gehören auf den Lossprechungsfeiern im Wittekindsland Auszubildende der Heinz Schwarz GmbH & Co. KG Werkzeugbau in Preußisch Oldendorf zu den Jahrgangsbesten. Dies war auch vor rund einem Jahr bei der bislang letzten Lossprechungsfeier in der Stadthalle Lübbecke so. Damals gehörte der Zerspanungsmechaniker Hendrik Drees zu den heimischen Besten. Im Dezember 2020 wurde der 21-Jährige auch als 1. Bundessieger benannt.

Nachdem Hendrik Drees als 1. Landessieger feststand, erhielt er im Sommer die Mitteilung, dass zum Bundeswettbewerb eingeladen werden könnte. Dazu beigetragen haben seine schriftlichen Leistungen für den Landeswettbewerb. Aufgrund der Corona-Abstandsregeln erfolgte die Prüfung im Bundeswettbewerb am 13. November in einer Online-Veranstaltung: Anstatt wie sonst üblich ein Bauteil herzustellen, wurde dieses Mal anhand von Zeichnungen und Erläuterungen das fachliche Wissen und Können abgeprüft. Kurze Zeit später erhielt Drees die Mitteilung zu seinem Bundessieg. Die Ehrung erfolgte am 5. Dezember – ebenfalls online aber als Live-Übetragung mit eingespieltem Grußwort des Bundespräsidenten Frank- Walter Steinmeier, der bedauerte, die Bundessieger nicht auf die sonst übliche Weise auszeichnen zu können.

Freuen sich mit Bundessieger Hendrik Drees (2. v. l.), über den beruflichen Erfolg, den der Zerspanungsmechaniker nach seiner Gesellenprüfung bereits erreicht hat – Diedrich Diedrichsen (2. v. r.), Geschäftsführer von Schwarz Werkzeugbau, Ausbildungsmeister Dirk Hawighorst (r.) und Schichtleiter Dietmar Damke (l.). Foto: C.Weber

Bei Schwarz Werkzeugbau hatte es 2014 schon einmal einen Bundessieger gegeben und 2015 einen Landessieger. Aber auch die zahlreichen Jahrgangsbesten verdeutlichen, wie wichtig Ausbildung in dem Unternehmen genommen wird. Wie Hendrik Drees, ist es nicht nur die intensive Prüfungsvorbereitung und individuelle Betreuung und Förderung der Azubis durch Ausbildungsmeister Dirk Hawighorst. Auch das durchweg kollegiale Miteinander von Gesellen und Azubis erleichtert die Ausbildungszeit. „Ich hatte nie Bauchschmerzen, zur Arbeit zu gehen.“

Dies ist auch für Geschäftsführer Diedrich Diedrichsen ein bedeutsamer Aspekt für eine erfolgreiche Ausbildung. Seinen Worten zufolge hat das Unternehmen derzeit 22 Azubis: 15 Feinwerkmechaniker, 5 Zerspanungsmechaniker und 2 Azubis im Bereich IT und Verwaltung. Wenn möglich, werden alle Azubis übernommen.

Als einen wichtigen Baustein seiner Ausbildung sieht Drees auch die überbetriebliche Ausbildung im HBZ Lübbecke an. Bei deren Leiter Johann Albert habe er die Grundlagen für die CNC-Programmierung gelernt. Gut fand er zudem, in den Lehrgängen Kontakt zu andern Azubis erhalten zu haben und zu erfahren, wie in anderen Betrieben gearbeitet wird.

DSGVO: Insgesamt Bußgelder in Höhe von einer halben Milliarde Euro verhängt

Vor wenigen Wochen ist bekannt geworden, dass der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit einen Bußgeldbescheid in Höhe von rund 35,3 Millionen Euro gegen den schwedischen Mode-Riesen H&M erlassen hat. Das ist das bisher höchste Datenschutz-Bußgeld in Deutschland. Der Fall zeigt aber vor allem, dass die Datenschutzbehörden auch während der Corona-Krise weiter aktiv sind und Unternehmen keine Schonzeit gewähren.

Um die heimischen Handwerksunternehmen bei der Einhaltung der DSGVO zu unterstützen, hat die Handwerks-Service GmbH der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland ihr Leistungsspektrum im vorigen Jahr erweitert. Seither wird den Handwerksbetrieben in der Region für ihre Umsetzung der europaweit geltenden Datenschutzgrundverordnung eine sachkundige Beratungsdienstleistung angeboten.

„Bei der Umsetzung der DSGVO geht es nicht nur darum, Internetseiten möglichst sicher gegen Abmahnungen zu machen, sondern die gesamte Verarbeitung personenbezogener Daten rechts- und damit zukunftssicher zu gestalten“, erläutert Michael Woll von der Geschäftsleitung der Handwerks-Service GmbH. Dabei sollten die Unternehmen nicht nur die womöglich hohen Geldstrafen fürchten, sondern auch den Imageschaden und Wettbewerbsnachteil, die entstehen, wenn Datenschutzverletzungen in der Öffentlichkeit bekannt werden.

Der Handwerks-Service wurde 1998 gegründet. Neben Personaldienstleistungen sowie Aus- und Weiterbildung als Schwerpunkte gehören Beratungsleistungen zum breiten Servicespektrum. Weitere Infos unter Tel. 05 71 / 97 38 89 - 71.

 

Mehr Unterstützung für Ausbildungsbetriebe

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wurde ausgeweitet. Die Bundesregierung hatte noch vor dem Jahreswechsel die nunmehr geltenden Förderungsrichtlinien bekannt gegeben. Schon zuvor wurden kleine und mittlere Unternehmen, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, mit Prämien gefördert, wenn sie Auszubildende im bisherigen oder größerem Umfang neu einstellen oder aus insolventen Betrieben übernehmen. Die Bundesregierung hat auf die weiterhin bestehende Corona-Krise und ihre umfangreichen Folgen reagiert und die Fördervoraussetzungen für die Ausbildungsprämien inzwischen deutlich erleichtert. Übernahmeprämien und Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung wurden bis Mitte 2021 verlängert.

Kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe können nunmehr bereits mit Ausbildungsprämien und Ausbildungsprämien plus gefördert werden, wenn sie Umsatzeinbußen von durchschnittlich mindestens 50 % innerhalb von zwei Monaten zwischen April bis Dezember 2020 hatten – oder in fünf zusammenhängenden Monaten Einbußen von durchschnittlich mindestens 30 % gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 % in April und Mai 2020 gegenüber Vorjahr).

Die Durchführung von Kurzarbeit kann für die Ausbildungsprämien und Ausbildungsprämien plus auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt werden (bisher: nur erstes Halbjahr 2020).

Künftig werden auch Ausbildungen, die vom 24. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, in die Ausbildungsprämien miteinbezogen.

Übernimmt ein Betrieb einen Auszubildenden, der seine Ausbildungsstelle wegen einer pandemiebedingten Insolvenz verloren hat, kann dieser künftig unabhängig von den Betriebsgrößen mit der Übernahmeprämie gefördert werden (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten). Solche Übernahmen können bis zum 30. Juni 2021 gefördert werden (bisher: bis zum 31. Dezember 2020). Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung wurden bis Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis Dezember 2020).

Interessenten können die Förderung – auch rückwirkend zu den verbesserten Konditionen – unkompliziert bei den Agenturen für Arbeit beantragen. Die Bundesagentur für Arbeit stellt auf ihrer Website einfach auszufüllende Formulare mit Hinweisen und Hilfen bereit.

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